Chronik

Chronik des MGV “Sangesfreunde” Züschen

In der Mitte des Jahres 1951, beschlossen die Sangesfreunde Josef Völlmecke, Karl Hahne und Peter Wittrock, in Züschen wieder einen Männergesangverein ins Leben zu rufen.

Nachdem noch 12 sangesfrohe Männer geworben waren, konnte am 3. Juli 1951 die erste Chorprobe stattfinden.
Dirigent war Karl Hahne, der dieses Amt 22 Jahre hindurch ausübte. Bis Dezember 1951 war die Sängerzahl bis auf 28 gestiegen. Auch immer mehr passive Mitglieder traten dem Verein bei. In der konstituierenden Hauptversammlung im Januar 1952, wurde Josef Völlmecke zum 1. Vorsitzenden, Dr. Edgar Radke zum 2. Vorsitzenden, Franz Pfeil zum Schriftführer und Erich Ante (Werners) zum Kassierer gewählt.

Der Verein erhielt seinen endgültigen Namen: Männergesangverein „Sangesfreunde“ Züschen.

Seine Aufgabe sah der neu gegründete Verein darin, den Chorgesang zu pflegen, durch Teilnahme an Konzerten und Liederabenden, Verbindung zu Nachbarvereinen aufzunehmen, bei kulturellen Veranstaltungen im Ort mitzuwirken und durch Pflege der Geselligkeit, die Sänger zu einem Freundeskreis zusammen zu schließen. Von dieser Zielsetzung ließ sich der Verein in den vergangenen 50 Jahren leiten.

Schon am 7. September 1952 konnte der Verein ein Sängerfest in der Schützenhalle veranstalten. Die Begeisterung für den Männerchor wuchs. Eine Anzahl neuer aktiver und passiver Mitglieder wurde gewonnen. Im Jahre 1953 wurde der Verein Mitglied im Deutschen Sängerbund. Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens, wurde ein Sängerfest mit Weihe der neuen Vereinsfahne veranstaltet. Bei dieser Feier regten die Vorsitzenden der anwesenden Vereine die Gründung des Sängerkreises Brilon an. Dieses geschah dann auch im darauffolgenden Jahr. 1968 traf den Verein ein harter Schicksalsschlag. Am 8. Juli starb nach kurzer schwerer Krankheit der Mitbegründer und Vorsitzende Josef Völlmecke. Sein unermütlicher Einsatz für den Verein wird bei den Sängern und allen die ihn gekannt haben, unvergessen bleiben.

Ein weiteres historisch wichtiges Datum ist der 7. März 1969. An diesem Tag wurde auf Anregung des damaligen Chorleiters Karl Hahne, die „Gemischte Chorabteilung“ gegründet.

Das Vereinsleben erfuhr hierdurch eine wesentliche Bereicherung. Chorleiter Karl Hahne hat durch sein pädagogisches Können und sein Einfühlungsvermögen den Verein seit der Gründung entscheidend geprägt und sich dadurch große Verdienste erworben.

Für 40-jährige Chorleitertätigkeit zeichnete ihn der Deutsche Sängerbund mit der „Goldenen Dirigentennadel“ aus. Leider zwangen gesundheitliche Gründe und das zunehmende Alter Karl Hahne, sein aktives Wirken im Jahre 1973 aufzugeben. Durch die Ernennung zum Ehrenchorleiter, brachten die Sängerinnen und Sänger ihren Dank zum Ausdruck und blieben Karl Hahne bis zu seinem Tod im Jahre 1982 in Freundschaft verbunden.

Werner Völlmeke übernahm 1971 -zunächst vertretungsweise -die praktische Chorarbeit. Mit großem Engagement leitet er seit dieser Zeit unsere Chöre und sie möchten ihm für seinen unermüdlichen Einsatz an dieser Stelle ein herzliches „Danke“ sagen. Für 40-jährige Chorleitertätigkeit wurde ihm 2011 die „Goldene Dirigentennadel“ des Deutschen Sängerbundes verliehen.

Im Jahre 2011 konnte der Verein auf sein 60-jähriges Bestehen zurückblicken. In diesen 60 Jahren sind eine Vielzahl von Sängerfesten durch den Verein veranstaltet worden.

Außerdem beteiligte sich der Chor an vielen Festlichkeiten im Ort und darüber hinaus. Ein fester Bestandteil im Programm waren die Kurkonzerte in der Schützenhalle. Auch nahm und nimmt der Verein immer wieder an auswärtigen Sängerfesten teil und veranstaltete selbst einige Sängerfeste. Ebenfalls engagierte sich der Chor im kirchlichen Bereich und richtete mehrere Weihnachtskonzerte aus.

Außer der Mitgestaltung von Gottesdiensten an Feiertagen, kamen kirchenmusikalische Konzerte in der Pfarrkirche zur Aufführung; zuletzt als Weihnachtskonzert im Dezember 2012.

Auch an Gutachtersingen des Sängerkreises Brilon beteiligte sich der Chor mit gutem Erfolg. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war das 750-jährige Dorfjubiläum im Jahre 1993. Neben der gesanglichen Mitgestaltung vieler Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr, hatten es sich die Männer zur Aufgabe gemacht, ein Femegericht, welches im Mittelalter in der Züscher Waldflur abgehalten wurde nachzustellen.

Auf dem Felsen vor dem neu errichteten Heimatmuseum „Borgs Scheune“ wurde die Gerichtsverhandlung in eindrucksvoller Weise aufgeführt und fand großen Anklang.